Alben des Jahres 2016

Musik und Seemannstod, das passt. Ich persönlich könnte mir ein Leben ohne Musik in keinster Weise vorstellen, ohne meine Kopfhörer gehe ich so gut wie nie aus dem Haus. Auch bei der Entstehung der Marke Seemannstod hat die Musik als Quelle der Inspiration eine große Rolle gespielt und da sich dieses ereignisreiche Jahr nun langsam dem Ende zuneigt, möchte ich Euch meine persönlichen Lieblingsalben 2016 vorstellen. Was ist Euer Favorit? Schreibt Eure Meinungen gerne in die Kommentare, ich bin gespannt!


Touché Amoré - Stage Four

 

Die amerikanische Post-Hardcore Band aus dem sonnigen Los Angeles ist nun schon seit gut 5 Jahren, seit ihrem Meilenstein Parting the Sea Between Brightness and Me, meine absolute Lieblingsband. Keine andere Band erschafft solch energiegeladene und doch melancholische Stücke. Noch dazu lädt fast jede Textzeile des Sängers Jeremy Bolm dazu ein, als Tätowierung auf den Körpern der Anhängerschaft verewigt zu werden. Dementsprechend war die Freude groß, als im September diesen Jahres dann ihr neuestes Werk Stage Four veröffentlicht wurde und anders als bei vielen anderen ehemaligen Herzensbands wurde ich mit diesem Werk in keinster Weise enttäuscht. Die neue Platte ist ruhiger, melancholischer, handelt sie doch vom Krebstod der Mutter Bolms in 2014. Das Thema Tod wurde musikalisch wohl noch nie so intensiv und ehrlich behandelt wie auf Stage Four. Jede Zeile, jeder Akkord scheint direkt aus Bolm´s Herzen in die Platte eingraviert worden sein. Es entsteht eine ganz eigene Atmosphäre, die trotz der Melancholie jedoch auch Hoffnung und Kraft gibt. Touché Amoré scheint einfach zu gut zu sein, um nur Musik zu machen.

 

Rundum ist Stage Four wieder ein Meisterstück der Band und der etwas andere Sound im Vergleich zu den Vorgängern kann als wertvolle Weiterentwicklung gesehen werden, nichts liebe ich mittlerweile so sehr, als Parting the Sea Between Brightness and Me (2011), Is Survived By (2013) und  nun Stage Four nacheinander durchlaufen zu lassen. Solltet Ihr auch nur irgendeinen Bezug zu Post-Hardcore haben, dann lehnt euch zurück und hört Euch die Platten an. Aber wundert Euch nicht, wenn Ihr im Verlauf der Session mal nur so vor Energie strotzt und dann wieder die ganze Welt in Frage stellt, denn wie gesagt, Touché Amoré ist zu gut, um nur Musik zu machen.

 

Lieblinge:

  • Flowers and You
  • Rapture
  • Palm Dreams
  • Posing Holy
  • Scyscraper

Natürlich gab es dieses Jahr auch noch andere Platten, die mich nicht minder begeistert und begleitet haben, als da wären:

  • Swiss & die Andern - Missglückte Welt
  • The Matter of China - Zila
  • Leonard Cohen - You Want It Darker
  • Tamas - Kopf.Stein.Pflaster.

Hört auf jeden Fall mal in alle rein und wenn Ihr Lust habt, schreibe ich auch zu diesen Platten noch etwas mehr, lasst es mich einfach wissen und wie gesagt, legt mir Eure Lieblinge bitte in den Kommentaren ans Herz.

 

 

Bis dahin, lasst es Euch gut gehen,

Euer Nils

 


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Kommentare: 3
  • #1

    Ma (Mittwoch, 21 Dezember 2016 23:08)

    Jo. Swiss gehört auf jeden Fall dazu.
    Ansonsten Feier ich Halleluja von Audio 88 und Yassin extrem. Abgesehen davon hab ich glaub ich nur alte Alben gehört.
    Oh, das neue KIZ livealbum ist bestimmt super, aber das gibts erst zu Weihnachten. Die Shows waren jedenfalls immer Hammer.

    WIZO. War das dieses Jahr? ^^

  • #2

    Seemannstod (Donnerstag, 22 Dezember 2016 13:25)

    Bei mir lief sonst meistens Deafheaven, die neue Scheibe kam aber Ende 2015 schon raus. Bin halt doch eher 80% Hardcore und nur 20% Rap :D

  • #3

    Ma (Donnerstag, 22 Dezember 2016 23:01)

    Ok, ich bin eher 0% hardcore und eigentlich auch nicht so rap. Also früher jedenfalls.